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DIE GEWINNERIN IM VERLIEREN

„Ich wurde nicht als Gewinnerin geboren. …

Ich war nie Erste, Zweite, noch nicht einmal Dritte, Vierte oder Fünfte…ich werde es auch nie sein. Doch in meinem ganz eigenen Spiel habe ich geschaut, dass ich immer Platz eins bin und das trage ich nach außen und räume dort ab, wo die vermeintlich Erstplatzierten nie abräumen werden. Ich bin die Gewinnerin im Verlieren.

Ich habe den Zyklus des Erschaffen-Scheitern- und-wieder-Aufstehen für mich perfektioniert, in dem ich die Bedeutung des Scheiterns für mich selbst transformiert habe. Das „Scheitern“ ist mit zu viel Negativität behaftet und wirkt unter dieser Betrachtung sehr lähmend. Als wäre es etwas Schlechtes oder man dürfte auf keinen Fall zu lassen, eben das zu tun. Doch das „Scheitern“ trägt so viel Leben in sich, denn dazu gehört auch immer das wieder-Aufstehen und das scheinen manche Menschen zu vergessen. Denn wenn du nicht wieder aufstehst, wirst du untergehen. Doch ich bin immer noch hier und mache weiter. 

Dann ist es nicht das angebliche Scheitern, sondern eher das Aufgeben, dem man das Ende eines Versuches zuschreiben sollte. Es geht um diesen einen Moment, indem du dich entscheidest, den nächsten Schritt eben doch zu gehen: In deinen schwankenden Beinen wirst du keine Kraft mehr spüren, der Boden unter deinen Füßen zerfällt und es gibt nur zwei Möglichkeiten: Aufstehen oder Untergehen. Selbst wenn du in dir das Gefühl und die innere Lüge trägst nie etwas anderes als eine Verliererin sein zu können . Du weist über dieses Gefühl, doch du wagst trotzdem einen Schritt. DAS ist Scheitern. Ein Zyklus. Ein Zyklus bringt dich aber auch immer wieder zum Anfang. Siehe nur das und nicht das Ende deines Weges!“

– Anabel Alexander


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