„Warte ich bis ein Blitz einen Baum trifft…
oder suche ich mir zwei Zweige, die ich mühsam und mit viel Geduld aneinander reibe und lasse damit selbst die Flamme entstehen?
Feuer ernährt und ist damit auch der Ursprung des Lebens. Es wärmt meinen Körper, wenn ich drohe, in kalten Tagen zu erfrieren. Es schützt mich vor Feinden, vor Ungeheuern. Es erhellt die Nacht und enthüllt damit alles, was vorher nicht sichtbar war. So kann es mir leichter fallen, in dunklen Stunden meinen Weg zu finden.
Spielt man mit dem Feuer sollte man vorsichtig sein: Achtet man nicht auf die Glut und wartet nicht geduldig bis sie erloschen ist, kann sie von neuem erglühen und sich alles nehmen, was vorher erschaffen wurde. Das Feuer breitet sich aus, rasend schnell.
Feuerartistik – eine Kunst um das Feuer zu kontrollieren sollte gelernt sein und benötigt sicher viel Übung. Das eine oder andere Mal verletzt man sich sicher dabei. Doch ist das nicht wahrhaftiger Mut? Wer kann ich sein, wenn ich die Fähigkeit besitze, die Gefahr, welche das Feuer in sich trägt, zu lenken?
Es ist ein hoher Preis, den man zahlt, um ganz Feuer und Flamme zu sein. Bist du bereit diesen zu zahlen? Wofür brennt dein Feuer und schürst du die Glut oder hast du Angst dir die Finger zu verbrennen?“
– Anabel Alexander
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